Wellness und Beauty

Wellness, Luxus und Schönheit gehören zu den grossen weltweiten Trends des neuen Jahrtausends. Allen kritischen Berichterstattungen und nicht immer ungerechtfertigter Kriktik zum Trotz hat sich auch in Mitteleuropa das Image der plastischen Chirurgie deutlich zum Positiven gewandelt. Angebote und Zielgruppen diversifizieren sich und das Qualitätsbewusstsein der Verbraucher wächst. Vor allem werden Schönheitskorrekturen zunehmend weniger tabuisiert oder verheimlicht. Ähnlich wie in Asien oder Lateinamerika schon seit jeher der Fall, sind auch mitteleuropäische Verbraucher jetzt stolz auf den Schritt zur gekauften Schönheit und tragen diese offen zur Schau.

Gründe zur Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper gab und gibt es je nach Alter und Geschlecht genug- Während die einen Korrekturen an Nase, Wangen oder Lippen vornehmen lassen, kämpfen andere mit Problemstellen an Hüften, Beinen oder Brüsten und lassen Hautstraffungen oder Haartransplantationen durchführen. Vorbilder aus Kino- und Promi-Leben nehmen eine Vorreiterfunktion ein, die vom Marketing immer gekonnter aufgegriffen wird. Zu den aktuellen wichtigsten Trends der Branche zählt neben dem fallenden Durchschnittsalter aller potentiellen Zielgruppen im allgemeinen die neben der gestiegene Akzeptanz für kosmetische Korrekturen unter den Männern - zwei Details, die Marketer und Designer sich merken sollten. Bis zur Jahrtausendwende konzentrierten sich Marketingaktionen auf Frauen mittleren Alters. Doch spätestens seit 2002 lassen auch Männer vermehrt Faceliftings und Haartransplantionen durchführen und an Problemstellen Fett absaugen.

Die Möglichkeiten zu Schönheitskorrekturen werden immer vielfältiger und in nahezu jedem Körperbereich lassen sich Korrekturen durchführen. Dichte und Qualität der Angebote nehmen zu, und das Qualitätsbewusstsein der Verbraucher steigt. Anders als noch wenigen Jahren würden sich mittlerweile 30% der Verbraucher nur noch von einem kredenzierten Facharzt behandeln lassen. Auch wird vermehrt regional nach schönheitschirurgischen Dienstleistungen gesucht. Eine Internetsuche nach Facelift Trier etwa bringt heutzutage mehr Ergebnisse als nach einem vergleichbaren Angebot in Prag - ein sicheres Zeichen dafür, dass Operationen im Ausland an Attraktivität verloren haben. In einer aktuellen Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie äusserten sich ein Drittel der weiblichen und ein Viertel der männlichen Befragten abzulehnd gegenüber schönheitschirurgischen Eingriffen im Ausland. 60 Prozent der Befragten, die eine solche Erfahrung schon gemacht haben, möchten sie nicht wiederholen.